Das Balafon

Das Balafon ist ähnlich unserem Xylophon aufgebaut. Die mehrfach gebrannten und gehärteten Lamellen werden auf ein Holzgerüst aufgespannt. Darunter werden unterschiedlich große Kürbiskalebassen als Resonanzkörper gehängt. In Burkina Faso (dort stammt dieses Balafon her) werden in die Kürbiskalebassen Löcher gemacht, Körner oder Sand hineingefüllt und diese Löcher wieder verklebt (die auf dem Bild sichtbaren Klebestreifen). Dies hat jedoch nicht den Grund, dass dieser Sand dadurch nicht herausfallen soll. Ein Balafonbauer in Burkina hat mir erzählt, dass dadurch verhindert wird, dass der gute Geist der Kürbisse diese verlassen kann.
Balafone sind in ganz Westafrika verbreitet, wobei sie jedoch vor allem aus Burkina Faso stammen. Hier spielen auch meist mindestens 2 Balafone im Ensemble mit. Mamady Keita hat mir erzählt, dass vor allem in Ostguinea fast immer auch Balafone im Ensemble gespielt werden. Allerdings waren diese auf allen CDs von Mamady bis zur "Mamady Lé" kaum zu hören.
In Bobo Dionlasso lebt heute noch im Stadtteil Farafina der bekannte Balafonspieler und -bauer "Mama Konaté". Er hat die Gruppe "Farafina" gegründet, und damit den Balafon-sound nach Europa gebracht. Auch heute noch gibt er in seinem Hof Balafonunterricht. Seinen Hof erkennt Ihr an dem Bild unten, das an eine Wand seines Hauses gemalt ist (etwa 5 auf 3 Meter).
